Salz – gefährliches Gift.  So sah das jedenfalls meine Oma. Ich kann mich noch gut erinnern, wenn sie am Sonntag zum Mittagessen bei uns war: „Kind, nimm nicht soviel Salz. Salz ist ungesund.“  Und es gab die Geschichten von dem Nachbarn, der wegen seines Salzkonsums sehr krank wurde.

Auf der anderen Seite gibt es die Fans,die im Salz das weiße Gold sehen; Salz galt viele Jahrhunderte als ein Geschenk der Götter, so wertvoll, dass dadrum das gestritten und gekämpft wurde.

Wer hat denn jetzt Recht?

Beide. Zuerst zur Meinung von Oma:

Das handelsübliche Kochsalz ist Gift, alles andere als der Gesundheit zuträglich. Es ist billig und in jedem Supermarkt zu haben. Alle Fertigprodukte enthalten in rauen Mengen Kochsalz, das einen aufwendigen chemischen Veränderungsprozess durchlaufen hat. Es ist industriell vearbeitet,wird gebleicht, bei hohen Temperaturen gesiedet und raffiniert und all seiner Mineralien beraubt.

Entsprechend dem Gesetz besteht es am Ende nur noch aus Natriumchlorid. Und Zusatzstoffen: Damit es nicht verklumpt, werden z.B. Aluminium(hydr)oxid oder Kaliumhexacyanidoferrat(II) beigemengt. Zur vermeintlichen Prophylaxe von Schilddrüsenerkrankungen und Karies setzt man künstliche Jod- und Fluorverbindungen zu. Nicht nur für unsere Zirbeldrüse, DIE Steuerzentrale in unserem Gehirn eine grauenvolle Substanz.

Kochsalz, das in Wurstwaren verwendet wird, enthält darüber hinaus auch den Zusatz Natriumnitrit. So angereichert nennt man es Pökelsalz. Warum Natriumnitrit im Salz der Wurst? Nun, für die Wurstherstellung wird Fleisch erhitzt und verfärbt sich graubraun. Appetitlich sieht das nicht aus. Also wird das Fleisch mit Pökelsalz behandelt, bleibt schön rot und die Wurst lange haltbar.

Dumm nur, daß aus Nitriten – besonders im Zusammenwirken mit Eiweißen (hier aus dem Fleisch)- sog. Nitrosamine bilden. Nitrosamine gehören zu den aggressivsten Krebsauslösern, die uns bekannt sind. Aber das ist wiederum ein Problem der Verbraucher, nicht der Lebensmittelindustrie.

Ach ja, wir wissen auch, daß gerade die übrigen dem heutigen Speisesalz zugesetzten Chemikalien wie Jod- und Fluorverbindungen oder die als Rieselhilfen eingesetzten Metallsalze sich beschleunigend auf die Nitrosamin-Bildung auswirken. Aber auch das trifft eher den Verbraucher…

Kochsalz nützt der Industrie

Die im natürlichen Salz enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente müssen dem Salz entzogen werden, denn sie schaden. Der Industrie! Für die Menschen sind sie ein Segen.

Beispielsweise Magnesium. Für unseren Körper unverzichtbares Mineral. Prima für unsere Zellen. Es zieht Wasser an. Aber dadurch neigt das natürliche Salz auch zum Verklumpen. Also muss das Magnesium raus, denn ein verklumpendes Salz lässt sich weder lagern noch gut verkaufen und erst Recht nicht exakt dosieren; z. B. bei der kostengünstigen Herstellung von teuren Fertiggerichten.

In naturbelassenen Salzen können auch Reste von Tonerden enthalten sein, die bei der Herstellung von Kochsalz akribisch entfernt werden. Tonerden sind natürlich und für den Menschen weder schädlich noch gefährlich.

Sie haben sogar entgiftenden Eigenschaften und könnten so die aggressive Wirkung des Kochsalzes auf den Organismus abmildern.

All diese positiven Bestandteile natürlicher Salze werden jedoch von der Salzindustrie kurzerhand als „Verunreinigungen“ entsorgt. Den Verbraucher macht eine gute Werbekampagne dann glauben, er erhalte mit raffiniertem Kochsalz ein ganz wunderbares und reines Produkt.

Interessante Anmerkung am Rande: Über 90 % Prozent der weltweiten Kochsalzmengen werden für industrielle Zwecke gebraucht, Schwerpunkt liegt in der produzierenden Chemieindustrie: Waschmittel, aber auch Lacke, Plastik, PVC und vieles andere mehr. Deren chemische Prozesse sind auf reinste Rohstoffe und so auch auf reinstes Natriumchlorid angewiesen. Das ist absolut nachvollziehbar und die chemische Industrie darf gerne Kochsalz verwenden.

Wir sollten es allerdings nicht in unserer Küche benutzen. Dafür sind die gesundheitliche Gefahren zu groß.

Gesundes Salz für die Küche

Für unsere Speisen nutzen wir das, was uns gut tut. Unbearbeiteten und zusatzstofffreien Natursalze; auf dem Lebensmittelmarkt tummelt sich ein reichhaltiges Angebot an Meersalzen, Steinsalzen und Kristallsalzen.

SalzAber auch hier gibt es immense Unterschiede. Damit sich Ihr Salz für die Aufwertung der Ernährung und auch für die unterschiedlichsten Heilanwendungen wirklich eignet, achten Sie beim Kauf der Salze unbedingt auf schad- und zusatzstofffreie Qualität. Längst  nicht jedes Meersalz ist frei von Quecksilber und unverarbeitet rein, nicht jedes Steinsalz ist frei von Strahlenbelastung und Schwermetallen und nicht jedes Kristallsalz ist tatsächlich von Hand abgebaut, nur in Sole gewaschen und an der Sonne getrocknet. Nachfolgend stelle ich Ihnen meine TOP 3 der empfehlenswertesten Salzssorten vor:

 

Fleur de Sel, die „Blume des Salzes“ ist das kostbarste unter den Meersalzen überhaupt. Es wird nicht industriell behandelt, sondern in reiner Handarbeit gewonnen. fleur de selIn natürlichen Salzbecken lokal, gleich an der Küste verdunstet das Meerwasser und übrig bleibt das reine Meer-Salz mit allen Mineralstoffen und Spurenelementen. An der Oberfläche entstehen feine „Salzblumen“. Diese werden abgeschöpft und lediglich getrocknet. Sie kommen also völlig unbearbeitet in den Handel.

Das Fleur de Sel zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Magnesium undCalcium aus. Dadurch erhält es seinen besonderen Geschmack. Es hat grössere Kristalle als übliche Salze, eine höhere Restfeuchte und eine fast knusprige Konsistenz.

Steinsalz ist genaugenommen auch Meersalz. Salz aus den Urmeeren. Dieses Ursalz entstand durch Sedimentation aus Meerwasser, teils auch durch Verdunstung von Grundwasser. Nach Millionen von Jahren im Untergrund ist es noch heute frei von Umweltbelastungen und Schadstoffen. Steinsalz bleibt auch unverarbeitet und naturbelassen und hat, je nach Anteil der Mineralien, eine leicht graue bis rötliche Färbung.

Alpensalz
Alpensalz ist lokaler als Himalayasalz

Kristallsalz

Der Unterschied zwischen Kristallsalz und Steinsalz liegt in den unterschiedlichen Druckverhältnissen begründet, die über die Jahrmillionen auf das Salz einwirkten. Natürlich abgebautes und unverarbeitetes Steinsalz erfüllt zwar alle Kriterien eines ganzheitlichen Salzes, doch erfuhr es nicht ausreichend Druck, damit seine Elemente in das Kristallgitter des Salzes hätten eingebunden werden können. Dadurch – so heisst es – seien die Elemente zu grobstofflich, um unseren Zellen zu nutzen.

Beim Kristallsalz führten die passenden Druckverhältnisse dagegen zur Entstehung eines geometrisch perfekten Kristalls, in dem die Elemente in einer so kleinen Teilchengrösse vorliegen, dass sie vom menschlichen Körper hervorragend aufgenommen und verstoffwechselt werden können. Für Heilanwendungen, insbesondere für die Sole-Trinkkur sollte ausschließlich hochwertiges Kristallsalz verwendet werden.

Mehr über die Heilwirkungen von Kristallsalz erfahren Sie in einem kommenden Artikel oder sofort bei „Heilen mit Wasser und Salz: Entschlackend – Entgiftend – Zellverjüngend – Anwendungen von A bis Z“ von Gabriele Zimmermann hier.

Salz – gefährliches Gift oder Lebensenergie
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