Die Naturheilkunde kennt viele detox-Geheimnisse. Eines, das bereits seit dem Altertum von allen Hochkulturen genutzt wird,  sind die Heilmittel aus der Familie Zwiebel.  Familienmitglieder sind die gemeine Küchenzwiebel und ihre Geschwister Speisezwiebeln, rote Zwiebeln, Schalotten, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Porree, Schnittlauch und Bärlauch. All diese Zwiebeln enthalten chemische Schwefelverbindungen, die uns wunderbar helfen, zu entgiften.

Entgiften und verjüngen

Aus diesen Schwefelverbindungen entsteht Cystein, die einfachste Aminosäure. Und das Cystein braucht unser Körper für den Aufbau des körpereigenen Super-Entgifters Glutathion. Glutathion wiederum ist ein starkes Antioxidans, das Zellmembranen und körpereigene Proteine (Eiweiße) vor Angriffen durch freie Radikale schützt.

Glutathion unterstützt die notwendigen Reparaturprozesse nach DNA-Schäden,wie zum Beispiel durch Alkohol, Kaffee, Zigaretten, Sonnenschäden und so weiter. Damit  erreichen wir eine schnelle und optimale Zellerneuerung. Falten, Altersflecken und fahle, schlaffe Haut haben schlechte Karten!

Und besonders wichtig: Glutathion fördert die Ausleitung von Schwermetallen wie Quecksilber und Aluminium.

Optimal: täglich schlemmen

Allerdings: Nur der regelmäßige Verzehr von Zwiebeln unterstützt die körpereigene Entgiftung. Dabei ist es wirklich sehr leicht, auf die notwendige Ration zu kommen. Denn Zwiebeln lassen sich hervorragend in den kulinarischen Alltag einbauen: als kräftige Zwiebelsuppe, pikantes Zwiebel-Pflaumen-Chutney, leckeres Zwiebelbrot oder auch als italienische Zwiebelmarmelade. 3-4 mal pro Woche etwa die Menge einer halbe Tasse gehackte Zwiebeln reicht aus.

Die Zwiebeln kamen bereits im alten Ägypten vielfältig zum Einsatz. Beim Bau der gigantischen Pyramiden zum Beispiel; hier wurden die Arbeiter mit Zwiebeln und Rettich versorgt, um die Schwerstarbeit leisten zu können. Denn Zwiebeln garantierten Vitalität und Stärke.

Zwiebeln husten dem Husten was

In der deutschen Volksmedizin wird die heilende Wirkung der Zwiebel seit Jahrhunderten genutzt. Durch die Behandlung mit Zwiebelsaft oder Zwiebelextrakten erzielt man bei Erkrankungen der Atemwege oft gute Erfolge. Das gilt in besonderem Maß für Husten, insbesondere auch bei Kindern.  Der Hustensaft aus Zwiebeln schmeckt süß und ersetzt ganz natürlich die chemische Kehle. In Untersuchungen konnte sogar gezeigt werden, dass eine markante antiasthmatische Wirkung besteht.

Viel Zwiebeln – wenig Krebs

Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass das allgemeine Krebsrisiko deutlich sinkt, wenn unser Konsum an Zwiebelgewächsen steigt. Und zwar auf zweierlei Art: Zum Einen hemmen die schwefeligen Verbindungen der Zwiebeln den Krebs, weil sie Karzinogene (krebs-erzeugende Stoffe) binden. Zum Zweiten hemmen sie die Angiogenese des Tumors. Das heißt nichts anderes, als daß sie es dem Tumor richtig schwer machen, sich neue Blutgefäße für die Versorgung zu bilden.

Dr. Furhmann nennt in seinem Buch Superimmun detaillierte Zahlen: durch den täglichen Genuss von Zwiebeln sank das Risiko für

  • Darmkrebs minus 56 Prozent
  • Eierstockkrebs minus 73 Prozent
  • Speiseröhrenkrebs minus 88 Prozent
  • Prostatakrebs minus 71 Prozent
  • Magenkrebs minus 50 Prozent

Last not least: unerfüllter Kinderwunsch – Zwiebeln reduzieren

Möchten Sie Kinder, das Schwanger-werden klappt aber leider nicht? Da haben wir ausnahmsweise einen Umstand, der eine Reduzierung des Zwiebelgenußes rechtfertigt. Die Zwiebel besitzt nämlich eine kontrazeptive, also empfängnisverhütende Wirkung. Man konnte dies an Rindern beobachten, die auf sehr lauchhaltigen Wiesen geweidet wurden und deutlich weniger Nachwuchs hervorbrachten als ihre Artgenossen, die nicht in den Genuss der Zwiebelfamilie kamen. ACHTUNG: Wenn Sie schwanger werden, obwohl sie Zwiebeln gegessen haben, machen Sie mich nicht dafür verantwortlich! Ich werde Sie weder mit Alimenten noch mit Babysitting Diensten unterstützen!

Heilmittel Zwiebel
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