Es ist der 10. März 2014.  Der wissenschaftliche Beratungsausschuss für Gesundheits- und Umweltrisiken der Europäischen Kommission, das Scientific Committee on Health and Environmental Risks (SCHER), gibt bekannt: Die Gesundheits- und Umweltgefährdung durch das in zahnärztlichem Amalgam enthaltene Quecksilber sei vergleichsweise gering, das belegten „zahlreiche Expertengutachten“.  Ein Verbot von Amalgam ist  in weite Ferne gerückt (focus oline). Also Entwarnung ?

Bereits 2001 habe ich gelesen, dass die Universität Erlangen die Spucke von Menschen mit Amalgamfüllungen getestet hat. Wieviele Füllungen das pro Person waren, kann ich nicht mehr beschwören. Ich glaube mich an 1-3 zu erinnern (ohne Gewähr). Woran ich mich sehr wohl erinnere, sind andere Fakten. Nämlich, dass zu Beginn des Tests 4,9 Mikrogramm Quecksilber pro Liter Speichel gemessen wurden.Dann durften die Probanten 10 Minuten Kaugummi kauen. Dann wurde nachgemessen; und siehe da: die Werte schnellten auf knapp 200 Mikrogramm Quecksilber. Kann man sagen: „Na und, ist ja nicht giftig. Das belegen ja die „zahlreichen Expertengutachten“ aus 2014.

Dann frag ich mich: Warum erlaubt dann die Trinkwasserverordnung in der Fassung von 2011 nur einen maximalen Quecksilbergehalt von 1 Mikrogramm pro Liter? Ich bin kein Biochemikerin, keine Expertin. Vielleicht verstehe ich zu wenig vom Thema. Aber warum dann kommentiert die Internationale Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin die Ergebnisse so:

“ Zieht man aus dem Sachverhalt die naheliegenden Konsequenzen, dann müßte den Amalgamträgern – quasi als Schutz vor sich selbst – das Schlucken von Speichel verboten werden“.

Vielleicht weil es Leute gibt, die behaupten, dass das Zellgift Quecksilber auch in unserem Körper schaden anrichtet? Ignoranten. Verschwörungstheoretiker. Und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität von Calgary. Schaut Euch das Video an.

So. Jetzt haben wir gesehen, was Quecksilber mit den Nervensträngen macht. Es schädigt die Schutzschicht, die Myelinscheide. Es wirkt also demyelinisierend.

Vielleicht interessiert es Sie noch, dass die Multiple Sklerose nach der Epilepsie als die zweithäufigste neurologische Erkrankung jüngerer Erwachsener gilt. Die MS ist ein „heterogener Formenkreis entzündlich-demyelinisierender Erkrankungen des zentralen Nervensystems“. Ob es da einen Zusammenhang geben könnte? Fragen Sie doch mal Ihren Arzt. Ihren Zahnarzt. Und Ihren Neurologen.

 

Giftzahn – Amalgam: Spucke schlucken verboten
Markiert in:    

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.